Der Weg in die falsche Richtung: Nachtfahrverbot für Güterzüge

Die Tage geht es wieder durch die Presse.
Ein nächtliches Fahverbot für Güterzüge.
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Diesmal geht es konkret um ein Gutachten des Passauer Eisenbahnrechtlers Prof. Dr. Urs Kramer.

Worum geht’s?
Das Land Rheinland-Pfalz möchte, insbesondere mit Hinblick auf das Mittelrheintal, nächtliche Betriebsbeschränkungen für den Schienengüterverkehr erreichen. Ziel ist die Lärmreduzierung.
Konkret geht es um Nachtfahrverbote oder Geschwindigkeitsreduzierungen.
Bisher hat der Bund allerdings dagegen argumentiert, da dies mit dem Europäischen Recht nicht vereinbar sei.

Nun hat Prof. Dr. Urs Kramer in seinem Gutachten, welches er im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz erstellt hat, festgestellt:
“Die nunmehr im Mittleren Rheintal erwogenen Betriebsbeschränkungen sind grundsätzlich als solche sowohl mit dem deutschen als auch dem europäischen (Eisenbahn- )Recht vereinbar.”

Neuer Aufwind für die Gegener des Bahnlärms, die jetzt natürlich eine sofortige Umsetzung dieser Betriebsbeschränkungen fordern.

ABER: Betriebsbeschränkungen sind nicht der Weisheit letzter Schluss
Und auch kein langfristiges Mittel, wie ebenfalls in dem Gutachten festgestellt wurde.
Denn das “Gebot der Verhältnismäßigkeit” müssen die Behörden bei solchen Maßnahmen wahren.
Auch müssen hierbei die “Interessen der Anwohner sowie der Eisenbahnverkehrsunternehmen” abgewägt werden.

Kramer wirft in seinem Gutachten auch ein ganz wesentliches Problem solcher Betriebsbeschränkungen auf:
“(Dass)[..]der Güterverkehr auf der Schiene attraktiv bleiben muss. Ist (das) [...] nämlich nicht mehr gewährleistet,
kommt es zu einer Verlagerung des Transportes auf den Straßenverkehr, die [...] nicht erstrebenswert ist.
Insoweit würden dann auch der Zweck des §1 AEG und die verkehrspolitischen Ziele des Deutschen Bundestages unterlaufen”

Man muss auch kein Hellseher sein um zu erkennen, dass es dazu kommen würde, sollte das Eisenbahnbundesamt oder das Eisenbahninfrastrukturunternehmen (die solche Beschränkungen als einzige lt. Gutachten erlassen können) tatsächlich umfangreiche Nachtfahrverbote für laute Güterzüge oder örtliche Geschwindigkeitsbeschränkungen verordnen.
Auf einer Strecke wie dem Mittelrheintal, die als der wichtigste Transitkorridor zwischen den Häfen und Umschlagbahnhöfen im Norden und im Süden gelten.

Zwar könnten “Leise” Güterzüge dann davon ausgenommen werden, allerdings sind noch bei weitem nicht alle Wagen auf die leiseren “K” oder “LL” Bremssohlen umgerüstet.
Hier fehlt noch der Anreiz zum Umbau, zumal die meisten Güterwagen garnicht dem Eisenbahnverkehrsunternehmen selbst gehören.
Auch setzt das “Lärmabhängige Trassenpreissystem (La TPS)” keine Anreize (worüber ich bereits geschrieben habe)

Betriebsbeschränkungen, d.h. Nachtfahrverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen sind der Weg in die falsche Richtung!
Denn damit würde nur ein Symptom, aber nicht die Krankheit behandelt!
Der Bund muss einen schnelleren Umbau von Güterwagen auf leisere Bremsen UND den Ausbau des Lärmschutzes an der Strecke durchsetzen!
Auch eine Änderung des Lärmabhängigen Trassenpreissystem’s wäre sinnvoll, damit es sich für die Eisenbahnverkehrsunternehmen lohnen MUSS, möglichst leise Güterwagen einzusetzen und damit auch Druck auf die Vermieter von Güterwagen ausübt.
Zwar ist dann auch kurzfristig keine Verbesserung des Lärmschutzes zu erreichen, aber hier kommt es auf Langfristigkeit an!

Und wer jetzt sagt, das hilft den Anwohnern im Mittelrheintal JETZT aber wenig, der sollte sich Gedanken über folgende Frage aus dem Gutachten machen:

Seit wann wird überhaupt Güterverkehr auf dieser Strecke in diesem Ausmaß
durchgeführt? Haben betroffene Anwohner möglicherweise den in dieser Form
abwickelnden Güterverkehr bereits so vorgefunden und damit bei ihrem Zuzug
einen gewissen Lärmpegel in Kauf genommen?

….

Abschluss: Alle Zitate stammen aus dem Gutachten “Die Zulässigkeit von Geschwindigkeits- und Durchfahrtbeschränkungen für laute Güterzüge im Mittleren Rheintal aus der Warte des deutschen und europäischen Rechts” vom Universitätsprofessor Dr. Urs Kramer, Universität Passau.
Ich habe diesen Artikel Privat verfasst. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung von Eisenbahnverkehrsunternehmen, Eisenbahninfrastrukturbetreibern oder sonstigen im Artikel erwähnten Behörden und Firmen widerspiegeln.
Das Recht am Bild zu Anfang liegt auch bei mir.

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Schwarzfahren kostet bald 60€

Was immer wieder von verschiedenen Verbänden und den Bahnen gefordert wurde, wird nun umgesetzt.
Die Verkehrsminister der Länder haben sich am 12.04.13 für eine Erhöhung des “Erhöhten Beförderungsentgeltes” (kurz EBE) von 40€ auf 60€ ausgesprochen.
Das EBE von 40€, welches bundesweit einheitlich in zwei Rechtsverordnungen des Bundes geregelt ist, “schreckt vor allem die notorischen Schwarzfahrer kaum noch ab”, so Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).
Jetzt muss nur noch das Bundesverkehrsministerium diese Verordnungen mit Zustimmung des Bundesrates ändern.
Bundesverkehrsminister Ramsauer hatte aber schon vor einiger Zeit gesagt, das er bereit sei das EBE anzupassen, wenn die “Länder ein entsprechendes Signal” gäben.
Dies ist jetzt geschehen.

Der VDV nannte dies einen Teilerfolg, da er auch eine Strafzahlung von 120€ für Wiederholungstäter forderte, um auch die unverbesserlichen Schwarzfahrer abzuschrecken.

Ein Beispiel könnte man sich hier auch an der Belgischen “Kusttram” nehmen, die hier eine härtere Regelung hat:
1. mal erwischt: € 50,-
2. mal erwischt: € 250,-
3. mal erwischt: € 1.000,- und 6 Monate Hausverbot

Wann nun das Bundesverkehrsministerium und der Bundesrat ihre Zustimmung zur Änderung geben bleibt noch abzuwarten, aber wird sicherlich nicht mehr all zu lange dauern.

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Der Verzehr tierischer Produkte nicht gestattet?!

“Aus Gründen der Hygiene und aus Rücksichtnahme auf andere Fahrgäste ist der Verzehr tierischer Produkte in diesem Abteil nicht gestattet

Veganer

Dieser zunächst unscheinbar wirkende, in Bahnaufkleber-Blau gehaltene Hinweis machte mich heute morgen stutzig.
Was? Ein Verbot vom Verzehr tierischer Produkte?
Das es ein Verzehrverbot von Alkoholischen Getränken in manchen Bahnen gibt, war mir bekannt. Aber tierische Produkte?
Ich schaute mir den Aufkleber etwas genauer an und merkte alsbald, das dieser scheinbar nicht von der DB selbst ist. Das Blau dunkler als bei den anderen, bekannten Aufklebern, andere Materialbeschaffenheit und eine schiefe, recht stümperhafte Anbringung.
Auch das Englisch wich doch stark vom sonst gewohnten “Bahnenglisch” ab.
Gut gemacht, aber nicht gut genug.
Aber wer war das?
In mir keimte ein erster Verdacht, der sich bald bestätigen würde.

Wie mir Kollegen, die den ein oder anderen “Kleber” erwischten und zu Rede stellten bestätigten, haben mehrere Veganer im ganzen Bundesgebiet eine Aktion gestartet, diese Aufkleber überall möglichst auffällig und auch deplaziert von anderen Hinweisaufklebern in Bahnen anzubringen. Und zwar nicht nur in Bahnen der Deutschen Bahn, sondern auch der Privanten Eisenbahnverkehrsunternehmen.
Durch das Design will man mit Absicht den Fahrgästen weiß machen, das es sich um ein tatsächliches Verbot handelt.

Und genau hier ist in meinen Augen das Problem:
Man will hier nicht Werbung für die Vegane Lebensweise machen oder versuchen andere von dieser Lebensweise zu überzeugen,
hier will man die Fahrgäste durch “Vorspielung falscher Tatsachen” dazu zu zwingen, zumindest in der Bahn sein Essverhalten zu ändern.

Zugegeben: Döner, Cheesburger und Co. sind bei den wenigsten Fahrgästen gerne gesehen.
Weniger weil es sich um ein tierisches Produkt handelt, sondern es gerade an sehr warmen Tagen zu Geruchsbelästigung führt.
Ist aber trotzdessen nicht verboten.
Aber hier beschränkt man sich ja nicht auf die “Warmen Speisen”, sondern generell auf “tierische Produkte”.
Käsebrötchen, Kakao, Kaffe (sofern Milch drin ist), Mettbrötchen (für Twitterer eine eher unmögliche Vorstellung), das normale Leberwurstbrötchen und und und…

Viele der morgendlichen Berufspendler würden doof in die Röhre gucken, würden die Eisenbahnen dieses Verzehrverbot tatsächlich einführen!
Abgesehen davon, das es sich hier um Sachbeschädigung handelt und man versucht das Recht der Fahrgäste durch “falsche Verbote” vermeintlich einzuschränken,
finde ich es eine peinliche und verwerfliche Aktion!

Wenn jemand Vegan leben möchte, bitteschön.
Soll es aber lassen, auf schon fast militante Weise ihre Lebensweise anderen aufzuzwingen!

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Der Lokführer

Der Lokführer gehört zur Gattung der Eisenbahner und ist somit deutschlandweit verbreitet. Es existieren hauptsächlich männliche und nur sehr wenig weibliche Exemplare.

Häufig anzutreffen ist er an ortsfesten Bahnanlagen wie z.b. Bahnhöfen.
Während er sich früher noch öfter in Kantinen aufhielt, sieht man ihn heute dort eher selten. Noch seltener bis nie trifft man ihn in Verwaltungsgebäuden an.
Er gilt als menschenscheu und nachtaktiv.
Am wohlsten fühlt er sich in kleinen, gutklimatisierten Räumen mit Blick nach draußen in 3 Richtungen ohne jedoch selbst gesehen zu werden, was einen leichten Hang zum Voyeurismus vermuten läßt.

Sein absolutes Heiligtum ist sein Rucksack! Meistens auf dem Rücken getragen, sieht man auch häufiger, daß einige ihn, in Form eines Trolleys hinter sich herziehen. Was ihm schnell als Abstand zu den dienstlichen Unterlagen und damit entweder als Überheblichkeit oder Abscheu ausgelegt werden kann.

Das Erscheinungsbild ändert sich von Region zu Region und von Einsatzgebiet zu Einsatzgebiet, am weitesten verbreitet ist jedoch der gemeine UBK-Lokführer. Im Sommer ist sein äußeres meist von Blautönen geprägt, seine Wintererscheinung fällt meist durch schwarzes Leder oder dunkelblaues Fleece im Oberkörperbereich auf.
Bei einigen Exemplaren dieser Gattung sind auch unauffällige Erscheinungsformen möglich, bis auf den Rucksack sind sie oft nicht von Menschen zu unterscheiden (Mimikry)

Versuche in der Vergangenheit sich dieser Spezies mittels Belastungsstudie oder sogenannten Mitarbeiterbefragungen zu nähern, waren von wenig Erfolg gekrönt.
Die in den Medien oft benutzte Bezeichnung als Zugführer empfindet der gemeine Tf als Beleidigung. Nach anfänglichen Aufklärungsversuchen zieht er sich meist sehr schnell mit hoffnungslosem Blick und herabhängenden Schultern zurück.

Aufgrund seiner zahlreich zugewiesenen Arbeiten, gilt er immer noch als einer der bestausgebildeten Techniker in der Eisenbahnlandschaft
Neben allumfassendem Wissen über Lok-, Wagen-, Antrieb- und Bremstechnik, besitzt er ebenso Grundlagenwissen in Signal-und Leittechnik, Personal- und Fzg.- Disposition, Fahrkarten und Verbundtarifen.

Dabei sieht er die Einführung neumoderner Techniken wie Mobiltelefon,Tablet PCs und dgl. immer mit Skepsis. Fühlt sich dabei überwacht, ausgehorcht und kontrolliert. Vermutet rundum seinen Aufenthaltsbereich Kameras, Mikrofone und GPS-Ortung. Was bei einigen Exemplaren schon paranoide Züge annehmen kann. Gern schwelgt er dann in Erinnerungen an längst vergangene, “gute, alte Zeiten”, wobei eine genaue Definition dieses Begriffes noch nicht abschließend wissenschaftlich geklärt ist.

Richtig wohl fühlt sich der Tf nur unter Seinesgleichen. An Stammtischen, Seminaren, Schulungen und ähnlichem, blüht manch einer regelrecht auf und entpuppt sich als Entertainer oder Spaßvogel.

(Autor: Unbekannt)

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Wenn Brüssel gegen die Bekämpfung kämpft…

Ja, immer wieder schafft Brüssel es, gegen sich selbst oder sein eigenes Engagement zu arbeiten.
So auch jetzt wieder beim “Bahnlärm”.

Das Lärmabhängige Trassenpreissystem (La TPS) wird nun ab dem 01.06.2013 bei der DB Netz AG in Kraft treten.
Geplant war die Einführung schon ab dem Jahresfahrplan 2013/14.
Für die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) bedeutet dies, dass für „laute Züge“ ein Zuschlag von 1 % auf den normalen Trassenpreis gezahlt werden muss.
Als „laut“ gilt ein Zug, der mit mehr als 20% an Wagen mit Graugussbremsklötzen gebildet ist.
Die zusätzlichen Einnahmen werden an die EVU ausgeschüttet, die mit “leisen” Zügen auf dem Netz der DB verkehren. Damit soll die Umrüstung von Güterwagen auf “Flüsterbremsen” (K bzw. LL-Sohle) beschleunigt werden.

Klingt im ersten Moment gut. Ist es im Prinzip auch.
Aber es gibt da zwei Haken:
Diese “zusätzlichen Einnahmen” werden an die falschen ausgeschüttet.
Den die meisten Güterwagen gehören nicht den EVU selbst, sondern Güterwagenvermieter wie z.b. der Ahaus Alstätter Eisenbahn AG (AAE).
Zudem ist diese Ausschüttung nicht zweckgebunden an den Umbau von Güterwagen.
Daraus ergeben sich aus meiner Sicht zwei eklatante Probleme:

1. Das Geld, was zur beschleunigung des Umbaus auf K und (später) LL-Sohlen genutzt werden soll, würde in den seltensten Fällen die Besitzer (“Einsteller”) der Wagen erreichen, sondern lediglich beim EVU, dem Anmieter, hängen bleiben.
Nur in den Fällen, in denen das EVU auch zeitgleich Einsteller ist, würde der Sinn immerhin teilweise erfüllt.

2. Da das Geld nicht zweckgebunden an den Umbau ist, kann es auch für andere Zwecke genutzt werden. Und sei es nur, um die Gewinnbilanz aufzubessern.

Nun wollte DB Netze zumindest das erste, und meiner Meinung nach das größte, Problem damit umgehen, das diese Ausschüttung des zusätzlichen Gewinns nicht an die EVU sondern an die Einsteller der Güterwagen geht. Also an die, die letzten Endes auch für den Umbau der Wagen verantwortlich sind.

Hätte ja auch Sinn gemacht. Und genau daran hat sich die Wettbewerbsbehörde in Brüssel scheinbar gestört.
Sie hat dieses Verfahren als staatliche Beihilfe gewertet (da die DB Netz AG über die DB Holding ja der Bundesrepublik Deutschland gehört) und somit untersagt.
Was an der staatlichen Beihilfe zur beschleunigung des Umbaus von Güterwagen auf leisere Bremssohlen jetzt verwerflich sein soll erschließt sich mir und vielen anderen nicht.
Zudem wir ja sonst jeden Mist mitfinanzieren, der nicht annähernd so viel Sinn macht.

Aber so ist es nun und aus meiner Sicht wird deshalb die eigentliche Wirkung des neuen La TPS verpuffen. Der schnellere Umbau von Güterwagen wird also noch auf sich warten lassen. Schade.

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Frei.Wild – Prominente Stimmen zur Band

Hier noch ein Nachtrag zum vorherigen Artikel über Frei.Wild, der nicht unerwähnt bleiben sollte.
Bild.de hat mit mehreren Künstlern zum Thema Frei.Wild gesprochen:

Norbert Rier (53), Sänger der Kastelruther Spatzen
„Ich habe 2012 mit Frei.Wild die Charity-Single ’1000 Meilen 1000 Worte’ aufgenommen, mit deren Erlös wir das Südtiroler Kinderdorf unterstützt haben. Als ich bei Ihnen in Brixen im Studio war und mit Frei.Wild auf der Bühne stand, war von rechten Tendenzen in keinster Weise was zu merken.”

Martin Kesici (Musiker):
„Diskussion hin oder her. Die Hexenjagd hat Wirkung gezeigt. Freiwild wurde von der NominiertenListe genommen. Der Shitstorm hat Wirkung gezeigt, dank vieler Trittbrettfahrer. Hat einen übeln Beigeschmack. Gute Nacht, Deutschland, Gute Nacht, Demokratie… Wenn es die hier schon jemals gab.“

Mousse T (deutsch-türkischer Musikproduzent):
„Ich kenn die Jungs privat und weiß, dass der Security-Chef der Band eine dunkle Hautfarbe hat. Das sind alles tolle Typen. Da die Band auf keinem Index steht, weiß ich nicht, ob der ECHO hier die richtige Entscheidung getroffen hat.“

Gunter Gabriel (Sänger):
„Die Band ist ein Phänomen, ich denke nicht, dass die nationalsozialistisch sind. Ich hoffe es nicht. Ich bin kritischer Patriot und denke, dass sie falsch verstanden werden. Ich stehe erstmal hinter ihnen. Ich wurde damals auch missverstanden, als ich eine Schwarzrotgold-Gitarre umhatte.“

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Frei.Wild – wahr oder gelogen?

Vorwort:
Der nachfolgende Text wurde von Christian Senker (Vorsitzender SPD Jusos Odenwald) verfasst. Ich halte diesen Text in der Masse der sonst sehr einseitigen Berichte über Frei.Wild für sehr wertvoll und weit besser recherchiert, als die Berichte großer Zeitungen oder von diversen “investigativ” Reportern.

Der Grund, das ich den Text hier in meinen Blog übernehme ist, das ich befürchte das er auf der ursprünglichen Quellseite (Link am Schluss) bald nicht mehr zu finden ist, da
er wahrscheinlich bei der SPD und viiiiielen anderen (Gut)menschen nicht gut ankommen wird.
Es ist halt nicht gerne gesehen, wenn man sich nicht dem Mainstream anpasst…

——

Wenn eine Band weit über die Grenzen der Musikbranche hinaus für Aufregung sorgt und sich sogar politische Parteien und Organisation mit ihr befassen, muss man sich mit dieser natürlich befassen und genauer hinschauen. Klar ist, keine Band polarisiert zu Zeit so stark wie „Frei.Wild“ aus Südtirol. Doch weshalb wird über diese Band so stark diskutiert und warum wird sie immer wieder als rechtsextremistisch tituliert?

Einer der Gründe ist wohl die Vergangenheit des Sängers der Band. Phillip Burger, stand im Alter von etwa 15-18 Jahren der rechten Skinhead-Szene nahe. Damals war er Mitglied der rechten Band die „Kaiserjäger“. Diese Band hat niemals ein Album veröffentlicht und wurde schon nach kurzer Zeit aufgelöst. Öffentlich stellt sich Burger, mittlerweile über 30 Jahre alt, seit Jahren seiner Vergangenheit und distanziert sich regelmäßig und ausdrücklich von dieser Jugendphase. Im Jahr 2001 wurde die Band „Frei.Wild“ gegründet. Doch warum wird ihnen grade jetzt, nach über Zehn Jahren Bandgeschichte vorgeworfen rechtes Gedankengut zu verbreiten? Einer der Hauptgründe, weshalb diese Vorwürfe jetzt verstärkt auftreten ist wahrscheinlich der TV Auftritt des selbsternannten Undercover Journalist Thomas Kuban in der Talkshow von Günther Jauch. Kuban filmte regelmäßig verdeckt auf Konzerten von einschlägigen Rechtsrockbands und sammelte seine Erfahrungen in dem Film „Blut muss fließen“. Aufgrund von finanziellen Problemen musste er seine Arbeit in diesem Bereich beenden und versucht nun durch TV Auftritte für seinen Film zu werben und auf die Gefahr von Nazibands in Deutschland aufmerksam zu machen. In Jauchs Talkshow verglich Kuban Frei.Wild mit Neonazibands, welche für die NPD auftreten. Er bezeichnet die Musik der Band als nationalistisch und völkisch. Die neue CD, welche innerhalb kürzester zeit Goldstatur erreicht hat, beschreibt er als klassischen Rechtsrock. Frei.Wild würde antisemitische Anspielungen und geschichtsrevisionistisch Texte benutzen. Einem Beleg für seine Anschuldigungen bleibt er jedoch schuldig, dass er seine Aussagen nicht belegen konnte liegt schlicht daran, dass sie nicht zu halten sind. Frei.Wild macht deutschsprachige Rockmusik, Deutschrock. Sie stehen für harte und laute Klänge, singen über Missstände in der Gesellschaft und provozieren mit deutlichen Worten und Aussagen. So heißt es z.B. gleich im ersten Song des neuen Albums „Feinde deiner Feinde“

Hätte ich das gewusst, hätte ich reagiert. Dass da was falsch läuft bei denen hätt ich sehr schnell kapiert. Wie kann man nur? Und weshalb ist das alles passiert. Keine Ahnung die liefen doch so koordiniert. Dabei war es ganz anders, die waren gerne dabei, Manche führten, manche folgten, so rief man Kriege herbei. Blindes handeln und verurteilen nichts bezweifeln hinterfragen. Ist das Lemmings Gebot, Zusammen ab in den Tod
(Frei.Wild – Wir reiten in den Untergang)
Wer solche Aussagen als geschichtsrevisionistisch bezeichnet, hat entweder die Bedeutung des Begriffes nicht verstanden oder sich mit dem Album nicht wirklich beschäftigt. Die Aussage, Frei.Wild würde Antisemitismus verbreiten ist eine harte, unbelegte, Anschuldigung. Dass Kuban solche Bemerkungen machen kann ohne aufgefordert zu werden diese zu belegen, spiegelt den Charakter von Jauchs Talkshow wieder. Frei.Wild singt in zahlreichen Liedern über Freiheit, Freundschaft und Zivilcourage. Natürlich gibt es, wie es sich für eine Rockband gehört, auch zahlreiche Lieder übers Party machen und feiern. Was ihnen aber immer wieder vorgeworfen wird sind die Songs über ihr Heimatland Südtirol. Frei.Wild stehen zu ihrer Heimat und bringen diese Heimatverbundenheit auch in einigen Liedern zum Ausdruck. Ein bekanntes und von Medienvertretern gerne gewähltes Beispiel ist das Lied „Südtirol“. Dort besingt die Band vor allem die Landschaft Südtirols und „vergöttert“ diese.

Südtirol, wir tragen deine Fahne
Denn du bist das schönste Land der Welt
Südtirol, sind stolze Söhne von dir Unser Heimatland, wir geben dich nie mehr her

(Frei.Wild – Südtirol)

Wenn eine Rockband über ihr Heimatland singt wird dies gleich als nationalistisch und politisch rechts bezeichnet, auch wenn es zahlreiche Lieder und Aussagen gibt, die eindeutig das Gegenteil belegen (dazu später mehr). Wenn eine Schlagerband über ihre Heimat singt, ihr treue schwört und stolz auf sie ist, dann wird das selbstverständlich nicht hinterfragt.

Südtirol – Du mein schönes Heimatland
Südtirol – Auf Dich sind wir stolz
Dort wo so mancher Gast verbracht hat schöne Stunden
So viele Menschen haben hier ihr Glück gefunden
So wird es immer sein – Teure Heimat mein
(Kastelruther Spatzen – Südtirol-Lied)

Das zweite Lied, welches Frei.Wild immer wieder angelastet wird ist das Lied „Wahre Werte“. Darin singen Frei.Wild über Brauchtum, Glaube und Heimat. In diesem Punkt vertreten sie ganz klar eine konservative Haltung. Aus dem Liedtext wird aber meistens nur die gleiche Textstelle herausgenommen:

Wann hört ihr auf, eure Heimat zu hassen
Wenn ihr euch Ihrer schämt, dann könnt ihr sie doch verlassen
Du kannst dich nicht drücken, auf dein Land zu schauen
Denn deine Kinder werden später darauf bauen
Sprache, Brauchtum, und Glaube sind Werte der Heimat
Ohne sie gehen wir unter, stirbt unser kleines Volk
(Frei.Wild – Wahre Werte)

An dieser Stelle wird Frei.Wild vorgeworfen den Standpunkt vieler Nazis zu vertreten, dass Leute denen Deutschland nicht gefällt, dieses verlassen sollen. Dabei wird nie erwähnt das Frei.Wild über Südtirol singt. Die Südtiroler sind eine deutschsprachige Minderheit in Norditalien und haben daher ein ganz anderes Verhältnis zu Begriffen wie Heimat und Tradition. In Deutschland sind diese Begriffe wegen der nationalsozialistischen Vergangenheit eher negativ besetzt.

Heimat heißt Volk, Tradition und Sprache
Für uns Minderheiten eine Herzenssache
Das, was ich meine und jetzt werft ruhig Steine
Wir sind von keinem Menschen die Feinde
Doch wir sind verpflichtet, dies zu bewahren Unser Tirol gibt´s seit 1200 Jahren
(Frei.Wild – Wahre Werte)

Das sich im selben Lied eine Klarstellung ihrer Definition von Patriotismus befindet wird ebenfalls verheimlicht.

Nicht von gestern, Realisten
Wir hassen Faschisten, Nationalsozialisten
Unsere Heimat hat darunter gelitten
Unser Land war begehrt, umkämpft und umstritten
Patriotismus heißt Heimatliebe
Respekt vor dem Land und Verachtung der Kriege
(Frei.Wild – Wahre Werte)

Auf diese Vorwürfe reagiert Frei.Wild seit Jahren, in Interviews bei Ansagen auf Konzerten und natürlich auch in verschiedenen Liedern. So sangen sie schon 2009 auf ihrem Album Mitten ins Herz:

Wir tanzen keinen Adolf Hitler, tanzen keinen Mussolini
Wir mögen keinen Berlusconi und schon gar nicht diesen Fini
Wir mögen keinen Marx und Engels
Auf Bush und Hussein wird geschissen
Also redet jemand anderem ins Gewissen

Das ist das Land der Vollidioten
Die denken, Heimatliebe ist gleich Staatsverrat
Wir sind keine Neonazis und keine Anarchisten
Wir sind einfach gleich wie ihr .. von hier
(Frei.Wild – Das Land der Vollidioten)

Vor den Eingängen zu Frei.Wild Konzerten werden Banner gegen Rassismus und Extremismus aufgehängt um ein klares Zeichen zu setzten. Auf der Bühne bringt die Band oftmals ihre Meinung über Faschisten und Extremisten in Ansagen zum Ausdruck. Doch egal was Frei.Wild machen, immer wieder wird ihnen vorgeworfen, ihre Lieder und Aussagen gegen Rechts seien nur Fassade. Die Fans der Band werden als verkappte Nazis dargestellt, dabei sollte man sich mal überlegen was das bedeuten würde. Frei.Wild hat im vergangenen Jahr die größten Hallen Deutschlands gefüllt. Ihre Konzerte sind regelmäßig ausverkauft und die neue Platte erreichte innerhalb kürzester Zeit Goldstatus. Sollen alle Fans der Band auf rechtes Gedankengut stehen? Wohl kaum! Auf verschiedenen Konzerten brüllen bis zu 10.000 Fans „Nazis raus“. Viel wahrscheinlicher ist, dass Fans der Band Frei.Wild großen Wert auf Ehrlichkeit legen.

Zu einer ordentlichen Berichterstattung gehört, sich beide Seiten anzuhören. In vielen Berichten über die Band werden nur sehr kurze oder gar keine Statements der Bandmitglieder zu den Vorwürfen gezeigt. Meistens werden nur die bereits erwähnten Textausschnitte genannt und die Meinungen von anderen Bands, die sich größtenteils ebenfalls nicht mit den Texten auseinandergesetzt haben zu scheinen, und von selbsternannten Experten wie eben Herrn Kuban gezeigt.

Die Vorwürfe gehen in manchen Beiträgen bis hin zur Demokratiefeindlichkeit und menschenverachtender Musik. Auch diese Vorwürfe werden in keinem der Berichte begründet.

Denn unser Europa Ist ein Paradies, und dass wir Das nicht schätzen, ist wirklich fies
Wir haben alles, was wir brauchen Alles, um glücklich zu sein
Man schätzt es viel zu wenig Gesund und unversehrt zu sein
(Frei.Wild – Europa)

Viele Menschen scheinen nicht zu verstehen, dass es durchaus möglich ist an Traditionen und Werten festzuhalten und dennoch ein modernes Menschenbild zu vertreten, argumentiert man aber auf diesem Niveau, müsste man mindestens auch die CSU, dank ihrer doch sehr europakritischen Aussagen, der rechten Szene zuordnen. Es gibt kein Lied von Frei.Wild in dem es darum geht anerde Menschengruppen auszugrenzen oder zu diskriminieren. Sie beschäftigen sich mit den Missständen der heutigen Welt, und setzten sich auch in verschiedenen Spendenprojekten für andere ein. Mit vielen Namenhaften Künstlern veröffentlichte Frei.Wild beispielsweise im vergangenen Jahr das Lied „1000 Meilen, 1000 Worte“. Der Erlös kam einem Südtiroler Kinderdorf zu gute. Auch in ihren Texten behandelt Frei.Wild die Frage der Gerechtigkeit.

In der Dritten Welt, da sieht es ähnlich aus
Mit Hilfspaketen allein baut man gar nichts auf Brot und Wasser sind wichtig, aber auf lange Sicht. Sichert man die Zukunft nicht
Man hält das Volk dort dumm und Bildung gibt es kaum, So das die Menschen nicht an andere Ziele glauben
Doch das Ziel Nummer eins heißt was zu essen im Bauch
Und sonst gibt es ja nichts, was es noch braucht
(Frei.Wild – Schenkt und Dummheit, Niveau)

Religion, Hölle oder Thron Fanatismus als Held geboren
Die Erste Welt, die sich für besser hält
Und sich nicht auf deren Ebene stellt Essen wird vernichtet, durch die Welt gekarrt Seht ihr das Ghettokind, das lüstern darauf starrt
Kein schöner Land in dieser schweren Zeit Wir verdrängen nur die Wirklichkeit
(Frei.Wild – Die Welt brennt)

Man könnte die Liste der Songtexte die sich mit Gerechtigkeit, Freiheit oder Freundschaft befassen Seitenlang weiterführen, genannt werden sie allerdings nie.

Jeder Mensch sollte sich eine eigene Meinung bilden, daran wollen wir gar keinen Zweifel lassen! Eine Meinung bildet man sich aber nicht, indem man TV Berichten oder Aussagen mehr oder weniger blind vertraut. Man muss sich mit der Thematik, den Menschen die dahinterstehen und der Geschichte auseinandersetzten. Gefährlich wird es immer dann, wenn jemand wegen seiner Meinung oder Aussagen diskriminiert wird. Wenn über Verbote gesprochen wird obwohl eine Band niemals auch nur im Ansatz gegen Gesetze verstoßen hat. Gefährlich wird es auch, wenn man anfängt etwas zu zensieren, nur weil es einigen aus persönlichen Gründen nicht passt.

Frei.Wild wurde für den ECHO 2013 nominiert. Nachdem verschiedene „Künstler“ damit gedroht haben, nicht an der Echo Verleihung teilnehmen zu werden, wurde die Nominierung von Frei.Wild nun zurückgezogen. Dass die Band im Jahr 2011 bereits für den ECHO nominiert wurde und damals kein Mensch mit einer Absage oder Ähnlichem gedroht hat, zeigt nur wie scheinheilig die ganze Debatte über Frei.Wild ist.

Schade ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Jusos Hessen-Süd auf diesen Zug mit aufgesprungen sind und eine entsprechende Pressemitteilung veröffentlicht wurde in der es heißt:

„Die Jusos Hessen-Süd fordern die Veranstalter der Musikpreisverleihung des Echos und den Bundesverband der deutschen Musikindustrie auf, die Nominierung der Rechtsrockband „Frei.Wild“ für den Preis in der Kategorie „Rock/Alternativ national“ zurückzunehmen.“

Einen Beleg für die Behauptung Frei.Wild sei eine Rechtsrockband bleiben die Verfasser leider schuldig. Frei.Wild würde „mit verklärenden Texten über ein reaktionäres Heimatbild ein nationalistisches Weltbild verbreiten, das als Einstieg in die rechte Szene dienen kann.“ Als Beispiel werden ausschließlich die oben genannten Textausschnitte verwendet. Diese seien im gesamten Kontext der Musik und des Auftretens der Band als nationalistische Aussagen zu werten. Dass der Juso-Vorsitzende des Bezirks Hessen-Süd, ebenso wie sein Stellvertreter, ihre Informationen ausschließlich aus besagten Medienberichten und nicht aus eigener Recherche entnommen haben wird durch diese Aussage belegt. Denn weder Auftritte, noch Interviews der Band lassen auf ein nationalistisches Menschenbild schließen, die Begründung dazu wurde bereits mehrfach genannt.

Abschließend schreiben „die Jusos“:

„Zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema empfehlen die Jusos Hessen Süd, den Dokumentarfilm „Blut muss fließen, Undercover unter Nazis“, in der der Journalist Thomas Kuban undercover in der Rechtsrockszene ermittelte und eindeutig volksverhetzende und fremdenfeindliche Aussagen der Rechtsrockbands und eine Nähe zur NPD nachweisen konnte.“ “

Das Rechtsrock gefährlich und fremdenfeindliche Aussagen enthält sollte für Vorstandsmitglieder einer linken Parteiorganisation nicht unbekannt sein. Thomas Kuban hat in diesem Bereich sicherlich wichtige Aufklärungsarbeit geleistet, seine Vergleiche mit der Band Frei.Wild bleiben dennoch unbegründet und sind für Menschen, die sich mit der Band und der Debatte darüber auseinandergesetzt haben unverständlich. Viel eher ist zu vermuten, dass Kuban versuchte seinen Film durch eine selbst angestoßene große öffentliche Debatte zu vermarkten. Wie könnte dies besser gelingen als eine der momentan erfolgreichsten Bands in Deutschland mit der rechten Szene in Verbindung zu bringen. Deshalb appellieren wir daran, sich selbst intensiv mit diesem Thema auseinander zu setzen bevor ein Urteil gefällt wird, ebenfalls erinnern wir daran, dass auch wir als Jusos stets dafür eintreten, Menschen die aus der rechten Szene ausgetreten sind, eine zweite Chance zu geben, dies kann nicht geschehen wenn als Hauptgrund für die angeblich rechtsextreme Einstellung der Band Frei.Wild, die Vergangenheit von Phillip Burger herangezogen wird. Ebenso stehen wir als Jungsozialisten für die Meinungsfreiheit des Menschen, und sagen deshalb:

Frei.Wild mögen konservativ sein, rechtsextrem sind sie ganz sicher nicht!

gez.: Christian Senker gez.: Joshua Seger

Der Link zum Originaltext: http://spd.odenwald.tv/video/Eine-Juso-Odw-Meinung-Frei-Wild

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